
Welche Phasen durchläuft ein Steinbruch?
Welche Lösungen eignen sich am besten zur Staubbindung und Staubkontrolle während des laufenden Abbaubetriebs?
Welche Vorteile bieten Hydrosaat und Erosionsschutz, wenn der Abbau abgeschlossen ist?
Diese drei Fragen beantwortet Federico Tecchio, Inhaber und Vertriebsleiter von Full Service, im folgenden Artikel.
Lesen Sie weiter und entdecken Sie die Lösungen von Full Service.

Ein Steinbruch wird erschlossen, geht in den regulären Abbaubetrieb über und erreicht schließlich das Ende seiner nutzbaren Lagerstätte.
Full Service Srl, ein Handels- und Dienstleistungsunternehmen aus der Provinz Padua, gehörte in Italien zu den Pionieren bei der Entwicklung technischer Lösungen zur Begrünung und Renaturierung von Steinbrüchen und degradierten Flächen. Bereits in den 1980er-Jahren bot das Unternehmen ein breites Sortiment an Produkten und Geräten für den Erosionsschutz sowie für die Erhaltung und Wiederherstellung von Böden an und setzte diese in der Praxis ein. Seit den 2000er-Jahren ergänzen spezielle Lösungen zur Staubkontrolle und Staubbindung das Angebot innovativer, umweltverträglicher Produkte für Hydrosaat und Bodenschutz.
Im Steinbruch RPR sprachen wir mit Federico Tecchio, Inhaber und Vertriebsleiter von Full Service Srl, der zum Zeitpunkt des Interviews seit einem Jahr Mitglied der Sektion Güter und Dienstleistungen von A.N.E.P.L.A. war. „Für jede Phase im Lebenszyklus eines Steinbruchs kann Full Service die passende Lösung anbieten“, erklärt er. „Das Spektrum reicht von der Staubkontrolle und Staubbindung während des laufenden Betriebs bis zu Produkten für Hydrosaat und Erosionsschutz, wenn der Abbau in bestimmten Bereichen abgeschlossen ist und diese begrünt und rekultiviert werden müssen. Wir arbeiten somit in zwei stark regulierten Bereichen, in denen die Gesetzgebung sowohl die Staubminderung als auch die Wiederherstellung der Umwelt vorschreibt.“
Für die Staubkontrolle und Staubbindung bietet Full Service Srl sowohl umweltverträgliche, biologisch abbaubare Polymere an, die keine zusätzliche Bewässerung erfordern, als auch Additive, die nach dem Einmischen in Wasser die Anzahl der Bewässerungseinsätze um bis zu 50 % reduzieren. Dadurch sinken die Personal- und Wartungskosten der eingesetzten Fahrzeuge, während gleichzeitig erhebliche Wassereinsparungen erzielt werden.
„Wir alle wissen, wie wertvoll Wasser ist und wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit dieser Ressource wird – im privaten wie im beruflichen Bereich“, betont Tecchio. „Deshalb möchten wir vermitteln, dass der ausschließliche Einsatz von Wasser zur Staubbindung ökologisch und wirtschaftlich wenig sinnvoll ist und das Problem nur begrenzt löst. Mit unseren umweltverträglichen Lösungen lassen sich PM10- und PM2,5-Stäube über mehrere Monate kontrollieren. Dafür genügt eine einmalige Anwendung spezieller Polymere, die die feinen Materialanteile binden und schwerer machen, sodass beim Befahren kein Staub aufgewirbelt wird. Zudem verdunsten sie nicht, gefrieren nicht und bleiben auf der Bodenoberfläche aktiv – sie wirken daher auch auf Staub, der sich erst nach der Anwendung ablagert.“

Baustraße ohne Behandlung mit umweltverträglichen Staubbindemitteln

Schwerlastfahrzeug auf einer mit DUST GUARD behandelten Oberfläche
„Bei den Additiven, die dem Wasser zugesetzt werden“, fährt er fort, „ist unser DEEP WATER zu nennen: ein flüssiges Mittel, das nach dem Einmischen in Wasser die Zahl der Bewässerungseinsätze um bis zu 50 % reduziert und damit nicht nur die Kosten für den Wasserverbrauch, sondern auch die Personal- und Fahrzeugwartungskosten senkt. Je nach Bodenbeschaffenheit und Fahrzeugverkehr kann Full Service Srl die geeignete Lösung und das passende Produkt auswählen, um Staub über einen Zeitraum von bis zu einigen Monaten zu kontrollieren und zu binden. Zwei bis drei Anwendungen des richtigen Produkts pro Jahr reichen aus, um das Problem sicher zu bewältigen. Unsere Produkte sind umweltverträglich und – besonders wichtig – von der U.S. EPA, der amerikanischen Umweltschutzbehörde, zertifiziert. Sie können in allen Steinbrüchen eingesetzt werden, auch in der Nähe von Gewässern.“

Anwendung von DEEP WATER

Anwendung von DUST GUARD
Projektspezifische Lösungen werden auch für eine weitere Phase im Lebenszyklus eines Steinbruchs angeboten: die Rekultivierung und Renaturierung, die bereits während des laufenden Betriebs erforderlich sein kann. Hier kommen verstärkte Hydrosaat, Dickschichthydrosaat sowie Hydrosaat mit gebundener Fasermatrix zur flächigen Bodenabdeckung und Begrünung zum Einsatz. „Abhängig von der Art des Steinbruchs, dem Abbauverfahren und dem gewonnenen Material bieten wir flexible, individuell abgestimmte Lösungen, die den unterschiedlichen regionalen Vorschriften entsprechen. Wir sind in ganz Italien und im Ausland tätig“, erläutert Tecchio. „Mit mehr als dreißig Jahren Erfahrung und gemeinsam mit unseren Lieferanten können wir eine vollständige Lösung anbieten – von der ersten Projektidee bis zum gepflanzten Baum. Dabei arbeiten wir stets behutsam, um einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen und die Umwelt umfassend zu schützen.“

Ausgangssituation im Steinbruch

Steinbruch nach der Hydrosaat